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Uganda - der krisengeschüttelte Binnenstaat in Zentralafrika

Uganda, die ehemalige britische Kronkolonie, wurde 1962 vom United Kingdom of Great Britain unabhängig.

Amtssprache ist nach wie vor Englisch, im autonomen Königreich Buganda, einer teilweise unabhängigen Provinz Ugandas, außer Englisch die Bantu-Sprache Luganda. Insgesamt werden in Uganda 43 verschiedene Sprachen gesprochen.

Das Land grenzt im Norden an den Süd-Sudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania im Südwesten an Ruanda und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Die Grenzen zu Kenia und Tansania verlaufen zum Teil durch den Victoriasee.


Nach der Unabhängigkeit erlangte Uganda traurige Berühmtheit durch die danach folgenden Schreckensregime des Milton Obote und des Idi Amin, die von autoritärem Regierungsstil, Gewalttätigkeiten, schwersten Menschenrechtsverletzungen, bürgerkriegsartigen Zuständen und einem wirtschaftlichen Niedergang geprägt waren.

Seit 1986 wird das Land von Präsident Yoweri Kaguta Museveni regiert. Auch unter seiner Regierung kam es zu Menschenrechtsverletzungen und einer Verwicklung in interne militärische Auseinandersetzungen in den Nachbarländern, dennoch setzte eine gewisse Beruhigung und wirtschaftliche Erholung ein.


Der Süden wird heute wieder gerne und gefahrlos von Touristen besucht. Für den Norden Ugandas gelten wegen der die unruhigen Grenzregionen zum Süd-Sudan und der Republik Kongo nach wie  vor Reisewarnungen und Sicherheitshinweise des deutschen Auswärtigen Amtes.

Durch den Süden Ugandas verläuft der Äquator und das Klima ist tropisch. Uganda ist von Seen, dem Weißen Nil (hier: Viktoria-Nil und Albert-Nil), Urwäldern und Savannen geprägt. Die semiariden Landschaften mit ihren weiten Savannen findet man im Norden des Landes.

Neun Nationalparks und sechs Wildreservate zeugen von der Naturschönheit des Landes und dem Willen, diese zu schützen. In Uganda findet man fast die gesamte afrikanische Tierwelt und von den s.g. Big Five leben in den Nationalparks Löwen, Elefanten, Büffel und Leoparden. Nur die Nashörner wurden während der langen Kriegswirren vollständig ausgerottet. Seit 2002 versucht der von der EU unterstützte „Rhino Fund Uganda“ die Nashörner in Uganda, wie es pathetisch heißt „nach Hause zu bringen“ also wieder anzusiedeln und zu schützen.

Der Kibale-Nationalpark ist bekannt für seine habituierten Schimpansen und der Bwindi-Nationalpark ist Heimat einer von insgesamt zwei noch existierenden Populationen von Berggorillas weltweit.


Den Menschen im Süden des Landes geht es zunehmend besser. Der Norden leidet aber noch sehr unter den Folgen des 20 Jahre dauernden Bürgerkriegs, während dessen die Bevölkerung von der LRA (Lord’s Resistance Army) und ihrem Anführer Joseph Kony terrorisiert wurde. Er erlangte traurige Berühmtheit, da er Kinder jeden Alters zu Kindersoldaten und Sexsklaven zwangsrekrutierte.

Auf Grund dieses Krieges, der erst 2008 mit einem Waffenstillstandsabkommen durch Vermittlung des südsudanesischen Präsidenten Riek Machar, beendet werden konnte,  ist bis heute die Armut und Hoffnungslosigkeit im gesamten Norden besonders groß.

Aus diesem Grund unterstützen wir mit unserem Mitglied Regine Weidinger das Hilfsprojekt von Tanja und James Akena, die im Norden in der Gemeinde Gulu leben.