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Armut in Afrika

Armut und Hunger in Afrika - zu geringes Angebot an Nahrungsmitteln - oft kein hygienisch einwandfreies Trinkwasser - Krankheiten - Mangel an Medikamenten


Die größte Armut weltweit herrscht in Afrika

Die Folgen dieser lang anhaltenden Fehlentwicklungen kann man im UN Human Development Report 2013, dem offiziellen Weltarmutsbericht ablesen.

Arm gegen Reich

Die UN nennt 3 Hauptgruppen der Weltbevölkerung betreffend der Verteilung des Wohlstandes

1.    Nur 1,2 Mrd. Menschen leben in s.g. High Income (Developed) Countries (in Europa, Nordamerika, Japan, Australien, Neuseeland) mit einem durchschnittlichen pro Kopf Jahres-Einkommen von US-Dollar 28.550.--

2.    5,3 Mrd. Menschen leben in Less Developed Countries (in Afrika, Asien, Latein-Amerika, Karibik) mit einem durchschnittlichen pro Kopf Jahres-Einkommen von US-Dollar 1.920.—

3.    600 Millionen Menschen leben in Least Developed Countries (in Afrika, Asien, Latein-Amerika, Karibik) mit einem durchschnittlichen pro Kopf Jahres-Einkommen von US-Dollar 450.—

Von den beiden letzten Gruppen leben 2,6 Mrd. in Gemeinden ohne Kanalisation für Abwässer, 1,1 Mrd. haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2 Millionen Kinder sterben an Darminfektionen jährlich, 30 % der Kinder weltweit, aber sogar 61 % der Kinder in Afrika leiden an Entwicklungsstörungen. Jährlich verhungern 9 Millionen Menschen, davon 5 Millionen Kinder.

Die aktuelle Situation Afrikas ist leider die, dass fast alle ärmsten Staaten der Erde in Afrika angesiedelt sind.



Bevölkerungsentwicklung – Afrika wächst am stärksten

Seit 1990 hat sich das weltweit der rasante Bevölkerungswachstum durch viele sinnvolle Maßnahmen stark verlangsamt. Nur Afrikas Bevölkerung wächst ungebremst am stärksten weiter und hat 2009 die Grenze von 1 Mrd. Menschen überschritten. Zurzeit sind 15% der Weltbevölkerung Afrikaner. 2050 sollen es nach Prognosen bei stetig langsamer wachsender Weltbevölkerung bereits 30 % und 2090 sogar 35 % sein.

Wie viele Menschen kann dieser Globus, wie viele Menschen kann der Kontinent Afrika verkraften, bevor es zu einem Kollaps, Hungersnöten von unbekannten Ausmaßen und militärischen Konflikte um Grundrechte, wie z.B. das Recht auf nutzbares Trinkwasser und Wasser für die Bewässerung der Landwirtschaft kommt?

Hunger - Mangel an selbstproduzierten Lebensmitteln

Weltweit wächst die Nahrungsmittelproduktion schneller als die Weltbevölkerung. Aber in Afrika müssen ca. 380 Millionen Menschen von weniger als 1,25 Dollar pro Tag leben, das liegt laut Weltbank unterhalb der s.g. Armutsgrenze. Armut hat viele Gesichter, das hässlichste ist das des Hungers. Circa 240 Mio. Menschen in Afrika leiden an chronischem Hunger. Sehr oft gibt es nur eine Mahlzeit pro Tag und sehr oft fällt sie auch ganz aus. Die Gründe für Hunger und Unterernährung sind nicht in erster Linie weltweit fehlende Nahrungsmittel, sondern Folge von Armut und Arbeitslosigkeit und ungerechter Verteilung der vorhandenen Nahrungsmittel.

Zusätzlich hat sich seit 2008 die Versorgungslage mit Grundnahrungsmitteln noch ständig verschlechtert. Eine Verteuerung um fast das Doppelte des früheren Preises innerhalb weniger Monate z.B. für Reis brachte viele Familien erst richtig in eine akute Existenzkrise. Die Gründe sind vielfältiger Natur.

In Afrika verursachte Probleme, z.B. die Vernachlässigung der Landwirtschaft (bestes Beispiel: die Zugrunderichtung der Kornkammer des südlichen Afrikas, Zimbabwe, durch des Despoten Mugabe) und rückständige Produktionsmethoden wirken laut Untersuchungen der Weltbank mit globalen Ursachen zusammen. Heute müssen mehr Nahrungsmittel in Afrikanische Länder importiert werden als früher.

Mangelnde finanzielle Kraft

Afrika ist ein Kontinent reich an Bodenschätzen und sonstigen Ressourcen. Durch die Folgen der Kolonialisierung und die oft sehr inkompetenten, korrupten Nachfolge-Regierungen fehlt es aber an Eigenkapital und an Know-How. Zusätzlich sind viele Staaten bei der Weltbank hoch verschuldet und müssen ihre geringe Wirtschaftskraft für die Bezahlung der Zinsen und der Tilgung der Kredite einsetzen. Die Besitz- und Nutzungsrechte z.B. für die Ausbeutung der Bodenschätze liegen oft bis heute in den Händen ausländischer Konzerne und es fehlt an Rechtsgrundlagen, dies zugunsten einer Selbstverwertung zum Wohle der eigenen Bevölkerung zu ändern.

Deshalb kann sich Afrika kaum aus eigener Kraft aus diesem Teufelskreis befreien. Auch gegen eine weitere drohende Fehlentwicklung, die wieder zu Lasten der afrikanischen Bevölkerung gehen wird, können sich afrikanische Regierungen nicht wirkungsvoll erwehren :

 Die 2. Kolonialisierungswelle

Afrika droht eine 2. Kolonialisierungswelle bzw. sie ist bereits in vollem Gange, z.B. durch die sehr aktiven Chinesen. Der Energie- und Ressourcenhunger des größten Volkes der Erde führt dazu, dass zwar einige preiswerte Entwicklungsprojekte durch die neuen Kolonialherren (z.B. der Bau einer Straße, einer Schule, eines Krankenhauses) realisiert werden, aber dafür die Rechte für die Ausbeutung der Bodenschätze der chinesischen Bevölkerung zu Gute kommen und nicht den „Hausherren“, den Afrikanern, sondern wieder nur den neuen Kolonialherren zufallen. Nur wenige Afrikaner erhalten durch diese Projekte zusätzliche Jobs, da die Chinesen zahlreiche eigene Mitarbeiter mitbringen und die Projekte vor der afrikanischen Bevölkerung Abschotten.

Zurzeit werden sogar große landwirtschaftliche Nutzflächen von den Chinesen oder von internationalen Konzernen aufgekauft und die Kleinbauern von ihrem Land vertrieben, um auf diesem Land für den internationalen Markt oder für China Lebensmittel zu produzieren, die dann als Ernährungsgrundlage für die afrikanischen Bevölkerungen für immer verloren sind.


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